Die besten Sachbücher des Monats Oktober

  • Demokratiedefizite in Israel. 
  • Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland. 
  • Demontage des Demagogen Trump. 
  • Deutschlands Verständnis von Nation und Kultur. 
  • Vermessung der Situation in der Corona-Gesellschaft
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Israel - Eine Utopie

"Lasst das Licht der öffentlichen Debatte dazu beitragen, ein rationales Urteil über den jüdischen Staat zu fällen", sagt der Philosoph Omri Boehm. Er unterscheidet in Bezug auf Israel Selbstbestimmung und Souveränität: Das israelische Volk habe ein Recht auf Selbstbestimmung, aber keines auf eine Souveränität, die Minderheiten oder andere Völker unterdrücke. Boehm benennt Demokratiedefizite, ohne Polemik

Omni Boehm

Omri Boehm, geboren 1979 in Haifa, studierte in Tel Aviv und diente beim israelischen Geheimdienst Shin Bet. In Yale promovierte er über „Kants Kritik an Spinoza“, heute lehrt er als Professor für Philosophie an der New School for Social Research in New York. Er ist israelischer und deutscher Staatsbürger, hat u.a. in München und Berlin geforscht und schreibt über israelische Politik in Haaretz, Die Zeit und The New York Times.

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Terror gegen Juden

Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Der Journalist Ronen Steinke analysiert die Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland seit der Nachkriegszeit. Seine Befunde sind erschreckend: Die Judenfeindlichkeit erstarkt wieder, und die deutschen Ermittlungsbehörden versagen.

Ronen Steinke

Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als „Meisterstück“ gelobt. Im Piper Verlag erschien seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die mit „Der Staat gegen Fritz Bauer“ 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im Berlin Verlag erschien 2017 das hochgelobte Buch Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin

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Neulich in Amerika

Eliot Weinberger ist einer der letzten Heroen der amerikanischen Linken. Der Essayist nimmt kein Blatt vor den Mund und demontiert in seinem Buch brillant sowohl die Bush- als auch die Trump-Jahre. Vor allem legt er deren "Phrasensumpf" trocken. Dieses Buch zählt jetzt schon zu den Klassikern einer politischen Kritik, die die Sprache der Demagogen messerscharf auseinandernimmt. 

Eliot Weinberger

Geboren 1949 in New York, ist Essayist und Übersetzer der Werke von Octavio Paz, Vicente Huidobro, Bei Dao und anderen. Für seine Edition der »Selected Non Fictions« von Jorge Luis Borges erhielt er den National Book Critics Award. 1992 wurde er für seinen Beitrag zur Förderung hispanischer Literatur in den USA zum ersten Preisträger des PEN/­Kolovakos Awards ernannt. 2000 verlieh ihm die mexikanische Regierung als erstem Nordamerikaner überhaupt den höchsten mexikanischen Staatspreis, den Azteken-Adler. 

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Gegenwartsbewältigung

Wer ist deutsch, wer nicht? Gerade in Krisenzeiten spaltet diese Frage die Gesellschaft, sagt der Publizist und Lyriker Max Czollek. Sein Bestseller "Desintegriert euch!" lieferte ein Manifest für die plurale Gesellschaft und forderte mehr Vielfalt hierzulande. Jetzt legt der Autor nach: In seinem neuen Buch dekonstruiert er Deutschlands Verständnis von Nation und Kultur, das noch immer völkisch geprägt sei.

Max Czollek

Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren. Er ist Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 den Desintegrationskongress und 2017 die Radikalen Jüdischen Kulturtage am Maxim Gorki Theater. Die Gedichtbände Druckkammern, Jubeljahre und Grenzwerte erschienen im Verlagshaus Berlin, bei Hanser 2018 das Sachbuch 'Desintegriert Euch!'

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Die Corona-Gesellschaft

Die Corona-Krise ist vor allem eine gesellschaftliche Krise. Jenseits von Ansteckungs- und Mortalitätsraten hat sie tief greifende Auswirkungen auf den Zusammenhalt im Land. Die hier versammelten Beiträge sind in den Monaten des Ausnahmezustands entstanden. Sie vermessen die Situation in der Corona-Gesellschaft und zeigen Perspektiven für eine Zukunft danach.


Michael Volkmer studierte Soziologie und Philosophie und arbeitet als stellvertretender Programmleiter und Lektor bei transcript.

Karin Werner (Dr. rer. soc.) ist eine der Verlegerinnen und Programmleiterin des transcript Verlags.