Unser August Projekt

Ich fühle mich wie ein Stein im Geröll“

Wie ein Stein im Geröll | Maria Barbal

Do. 26. August 2021 | 19:00 bis 20:00 Uhr | Online

Conxa, ein Mädchen von dreizehn Jahren, wird von ihren Eltern, armen Bauern in einem kleinen Dorf in den katalanischen Pyrenäen, zur kinderlosen Tante in ein anderes Dorf gebracht. Dort arbeitet sie im Haushalt und auf dem Feld. 
Conxa, inzwischen Mutter dreier Kinder, erlebt den Bürgerkrieg zwischen Anhängern der neuen Republik und den Anhängern Francos.
Conxas Leben ist eine Kette von Verlusten.

Die ersten Sätze

Man sah gleich, dass wir bei uns daheim viele waren. Und eine schien man entbehren zu können. Ich war die fünfte von sechs 
Geschwistern, und auf die Welt bin ich gekommen, wie die Mutter sagte, weil Gott es so gewollt hat, und was ER einem gibt, muss man annehmen. Rosige Zeiten waren das nicht. Es gab so viele Münder zu stopfen, und wir hatten so wenig, natürlich reichte es da nie. Aus diesem Grund wurde beschlossen, dass ich, die einen folgsamen Charakter hatte und schon sehr vernünftig war, von zu Hause fort sollte, um der Tante zu helfen.

Es war eines der ersten literarischen Werke, das nach Ende der Franco-Diktatur das Schweigen über den Spanischen Bürgerkrieg brach: der Roman „Wie ein Stein im Geröll“ von Maria Barbal, der bereits 1985 auf katalanisch erschien. Mittlerweile gilt die Schilderung des bäuerlichen Lebens während der Franco-Diktatur als Klassiker.
Maria Barbal würdigt mit ihrem Roman eine Generation von Frauen, deren Leben alles andere als selbstbestimmt verlief. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geboren, war ihr Alltag von endloser Arbeit, strikter Loyalität zur Familie, kleinen Freuden und schmerzhaften Verlusten geprägt. 
In dieser Zeit brach der Krieg  über sie herein wie Naturgewalten, denen sie nichts entgegensetzen konnten. 

Maria Barbal 

Maria Barbal (geboren 17. September 1949 in Tremp - Pyrenäen) ist eine katalanische Schriftstellerin. Sie lebt heute in Barcelona und gilt als eine der wichtigsten katalanischen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde mit zahlreichen bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet. Ihr Debütroman "Wie ein Stein im Geröll" erlebte seit der Erstveröffentlichung 1985 in ihrer Heimat bereits fünfzig Auflagen.
Barbal verbrachte ihre Kindheit in der bergigen Region der spanischen Pyrenäen. 1964 kam sie nach Barcelona, um an der dortigen Universität spanische Philologie zu studieren. Dort arbeitete sie danach als Lehrerin

Im deutschsprachigen Raum ist 'Wie ein Stein im Geröll' ein Erfolg geworden. Über zehn Wochen (2007) hat sich der Roman - neben Harry Potter - auf den Bestsellerlisten behaupten können. Bis dahin war Maria Barbal in Deutschland ein gänzlich unbekannter Name.

 »Ich fühle mich wie ein Stein im Geröll. Wenn irgend jemand oder irgend etwas mich anstößt, werde ich mit den anderen fallen und herunterrollen; wenn mir aber niemand einen Stoß versetzt, werde ich einfach hier bleiben, ohne mich zu rühren, einen Tag um den anderen.« 

Ich möchte an der digitalen Besprechung des Romans 'Wie ein Stein im Geröll' via Google Meet  teilnehmen. Termin DO 26. August 2021, 19:00 bis 20:00 Uhr.

(Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich)

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