Unser Mai Projekt: Buch oder Film? Film oder Buch?

DO 27. Mai 2021 | 19:00 bis 20:00 Uhr | Online

Unser 2. literarischer Abstecher, den wir in 2021 machen. Jenseits der spanischen Lesereihe. 

Literaturklassiker | Aktueller denn je

Transit ist eines der wichtigsten Werke der deutschen Exilliteratur.  Ein Appell an Menschlichkeit und Solidarität – ein Mahnruf, der heute so bedeutsam ist wie vor fast 80 Jahren, als Anna Seghers den Roman im mexikanischen Exil schrieb.

Transit | Anna Seghers

Ein junger Mann entkommt zuerst aus einem deutschen KZ, dann aus einem französischen Gefangenenlager. Er flieht aus Paris und gelangt im Herbst 1940 nach Marseille. Er nimmt eine fremde Identität an und bemüht sich um Papiere für eine Ausreise nach Mexiko.

Anna Seghers schrieb den Roman, der autobiographische Elemente enthält, in den Jahren 1941 und 1942 im Exil in Mexiko. Mit dem Schreiben begonnen hatte sie bereits in Marseille. Er erschien 1944 in englischer und spanischer Sprache. Die deutsche Originalfassung erschien erstmals 1947 in der Berliner Zeitung  und die erste deutsche Buchausgabe 1948. 

1940 flohen Menschen vor Hitler nach Marseille, um Europa zu verlassen. Heute leben andere Flüchtlinge in Marseille. 

Das Buch

Tausende Menschen warten in Marseille auf ihre Papiere, um endlich ausreisen zu können. Sie sind vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs geflüchtet, vor den Verbrechen der Nazis, doch ihre Flucht hat in Marseille vorerst ein Ende gefunden. Sie hetzen nach Visa, Bescheinigungen und Stempeln, um nach Übersee ins rettende Exil zu entkommen. Im Chaos der Stadt, in den Cafés, auf dem Gang von Behörde zu Behörde kreuzen sich ihre Wege - und für kurze Zeit sind fremde Leben durch Hoffnungen, Träume und Leidenschaften miteinander verbunden.

Anna Seghers

Anna Seghers floh 1933 vor den Nazis nach Paris. Als die Wehrmacht Frankreich besetzte, emigrierte sie mit ihrer Familie nach Mexiko. Die Familie musste sich lange um Papiere für die Überfahrt nach Mexiko bemühen. Wie der Protagonist in Transit musste auch die Familie auf verschiedenen Konsulaten ihre Identität nachweisen, da viele ihrer Papiere auf ihren Künstlernamen ausgestellt waren. Über den Winter 1940/41 schrieb sie später: „Ich hab das Gefühl, ich wäre ein Jahr lang tot gewesen.“

Anna Seghers (* 19. November 1990 in Mainz; † 1. Juni 1983 in Ost-Berlin. Netty Reiling wurde 1900 in Mainz geboren. (Den Namen Anna Seghers führte sie als Schriftstellerin ab 1928.) 1920-1924 Studium in Heidelberg und Köln: Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte und Sinologie. Erste Veröffentlichung 1924: „Die Toten auf der Insel Djal“. 1925 Heirat mit dem Ungarn Laszlo Radvanyi. Umzug nach Berlin. Kleist-Preis. Eintritt in die KPD. 1929 Beitritt zum Bund proletarisch- revolutionärer Schriftsteller. 1933 Flucht über die Schweiz nach Paris, 1940 in den unbesetzten Teil Frankreichs. 1941 Flucht der Familie auf einem Dampfer von Marseille nach Mexiko. Dort Präsidentin des Heinrich-Heine-Klubs. Mitarbeit an der Zeitschrift „Freies Deutschland“. 1943 schwerer Verkehrsunfall. 1947 Rückkehr nach Berlin. Georg-Büchner-Preis. 1950 Mitglied des Weltfriedensrates. Von 1952 bis 1978 Vorsitzende des Schriftstellerverbandes der DDR. Ehrenbürgerin von Berlin und Mainz. 1978 Ehrenpräsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. 

Ich möchte an der digitalen Besprechung des Romans und der Romanverfilmung 'TRANSIT' via Google Meet  teilnehmen. Termin DO 27. Mai 2021, 19:00 bis 20:00 Uhr.

(Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich)

Kurze Nachricht. Einfach absenden. Und Sie erhalten eine ausführliche Instruktion, wie es weitergeht. Vorneweg, der Einstieg ist kinderleicht Wenn Sie für Meet einen der unterstützten Browser – Chrome, Firefox, Safari oder Microsoft Edge – verwenden, müssen Sie keine Plug-ins oder zusätzliche Software installieren. Das minimiert auch die Angriffsfläche und die Computer der Nutzer müssen nicht ständig mit Sicherheitspatches aktualisiert werden. Auf Mobilgeräten benötigen Sie die Google Meet App aus dem Apple App Store oder dem Google Play Store.

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Der Film

Schauspieler:

Franz Rogowski
Godehard Giese
Paula Beer
Lilien Batman


Regisseur:
Christian Petzhold


Produzent:
Florian Koerner von Gustorf

Anna Seghers

Foto: © Aufbau Verlag

Anna Seghers floh 1933 vor den Nazis nach Paris. Als die Wehrmacht Frankreich besetzte, emigrierte sie mit ihrer Familie nach Mexiko. Die Familie musste sich lange um Papiere für die Überfahrt nach Mexiko bemühen. Wie der Protagonist in Transit musste auch die Familie auf verschiedenen Konsulaten ihre Identität nachweisen, da viele ihrer Papiere auf ihren Künstlernamen ausgestellt waren. Über den Winter 1940/41 schrieb sie später: „Ich hab das Gefühl, ich wäre ein Jahr lang tot gewesen.“

Anna Seghers (* 19. November 1990 in Mainz; † 1. Juni 1983 in Ost-Berlin. Netty Reiling wurde 1900 in Mainz geboren. (Den Namen Anna Seghers führte sie als Schriftstellerin ab 1928.) 1920-1924 Studium in Heidelberg und Köln: Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte und Sinologie. Erste Veröffentlichung 1924: „Die Toten auf der Insel Djal“. 1925 Heirat mit dem Ungarn Laszlo Radvanyi. Umzug nach Berlin. Kleist-Preis. Eintritt in die KPD. 1929 Beitritt zum Bund proletarisch- revolutionärer Schriftsteller. 1933 Flucht über die Schweiz nach Paris, 1940 in den unbesetzten Teil Frankreichs. 1941 Flucht der Familie auf einem Dampfer von Marseille nach Mexiko. Dort Präsidentin des Heinrich-Heine-Klubs. Mitarbeit an der Zeitschrift „Freies Deutschland“. 1943 schwerer Verkehrsunfall. 1947 Rückkehr nach Berlin. Georg-Büchner-Preis. 1950 Mitglied des Weltfriedensrates. Von 1952 bis 1978 Vorsitzende des Schriftstellerverbandes der DDR. Ehrenbürgerin von Berlin und Mainz. 1978 Ehrenpräsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. 

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