Iran verstehen

Geschichte | Gesellschaft | Religion 

 Neuer Präsident, alte Probleme

Der Hardliner Ebrahim Raisi ist als Nachfolger von Irans Präsident Rouhani vereidigt worden. Seine wichtigste Aufgabe: Das Land aus der Wirtschaftskrise führen. Auf dem Weg dahin liegen auch die Verhandlungen über das Atomabkommen. Mit der Wahl von Raisi wird ein Ultra-Konservativer Präsident des Iran. Eine politische Führungsaufgabe hatte er bisher nicht inne - aber möglicherweise noch ganz andere Ambitionen. 

  "Es gibt dringende Probleme, mit denen die Regierung konfrontiert ist: Die Frage des Haushaltsdefizits, die Frage des Kapitalmarktes und der Stabilität des Aktienmarktes, die Frage der Inflationsbekämpfung, die Frage nach Corona, die unsere Bürger beunruhigt, die Frage von Wasser und Strom und vielen Bedürfnissen, die die Menschen haben." 

Am 3. Januar 2020 töteten die USA den iranischen General Soleimani. Manche befürchteten einen dritten Weltkrieg. Wie gefährlich ist die Lage heute? Welche historischen Erfahrungen prägen die iranische Mentalität? Yves Bossart fragt nach bei der deutsch-iranischen Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur.

Die Tötung Soleimanis war die Zuspitzung eines jahrzehntelangen Konflikts zwischen den USA und Iran. Worum dreht sich der Konflikt im Kern? Welche Rolle spielt Iran in der Weltpolitik? Und welche geschichtlichen Erfahrungen prägen das iranische Selbstbild und Lebensgefühl? Yves Bossart spricht mit der deutsch-iranischen Islamwissenschaftlerin und Iran-Kennerin Katajun Amirpur über die Geschichte des Landes, über Ängste und Aggressionen und über die Kunst der Verstellung.

Gerhard Schweizer ist ein bedeutender Kenner des Iran und Vermittler zwischen den Welten.

Die aktualisierte Ausgabe von 2017 bietet eine klischeefreie Neubewertung des Iran nach der Iran-Reise Gerhard Schweizers im Herbst 2016.

Mit profunder Kenntnis schildert der Kulturwissenschaftler Gerhard Schweizer Höhen und Tiefen iranischer Geschichte, von Persien, über Zarathustra bis zur Islamischen Republik, und schenkt Kultur wie Politik gleichermaßen Aufmerksamkeit.

Gerhard Schweizer verknüpft seinen historischen Rückblick mit der Analyse von Zeitgeschichte und Politik und wagt eine vor- und umsichtige Prognose für den Iran , durch den er im Herbst 2016 erneut gereist ist. Unmittelbar und authentisch gelingen ihm Einblicke in die neuesten Entwicklungen des schiitischen Gottesstaates.

 Gerhard Schweizer, 1940 in Stuttgart geboren, promovierte an der Universität Tübingen in Empirischer Kulturwissenschaft.
Heute lebt er als freier Schriftsteller in Wien, wenn er nicht gerade auf Reisen recherchiert und Material für neue Reportagen und Bücher sammelt.

Er ist einer der führenden Experten für die Analyse der Kulturkonflikte zwischen Abendland und Orient und gilt als ausgewiesener Kenner der islamischen Welt. Gerhard Schweizer hat dazu mehrere Bücher veröffentlicht, die als Standardwerke gelten. Einem breiten Publikum wurde er vor allem durch seine Bücher über den asiatischen und arabischen Raum bekannt. 

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Wie leben junge Menschen im Islam, wie leben sie in einem Land wie dem Iran? Welche Perspektiven haben sie?