Die US-Schriftstellerin Barbara Newhall Follett träumte in ihren Romanen von einem Leben abseits der Zivilisation - bis die junge Frau 1939 selbst spurlos verschwand.

DIE WELT OHNE FENSTER

Barbara Newhall Follett

Barbara Newhall Follet war ein amerikanisches Wunderkind. Geboren im Jahr 1914, veröffentlichte sie ihren ersten Roman 'Die Welt ohne Fenster' mit zwölf Jahren. Er wurde ein Bestseller. 

In Deutsch erschienen am 08. März 2021 im Diana Verlag.

Eepersip

Die Protagonistin der Geschichte, Eepersip, möchte nicht mehr in einem gewöhnlichen Haus mit Türen, Fenstern und einem Dach leben. Sie sehnt sich nach bemoosten Steinen, rauschenden Blättern und Bäumen. Sie läuft eines Tages davon. Sie möchte in Freiheit leben. Auf einer Wiese, am Meer, in den Bergen.
Die Davongelaufene wird von den Eltern gesucht, gefunden, ins Haus zurück gebracht und eingesperrt. Doch Eepersip flieht ein zweites Mal in ihre eigene Welt. Ohne Mauern. Ohne Fenster - für immer.

Barbara Newhall Follett

Die Autorin, geboren 1914, veröffentlichte den Roman 'The House Without Windows' im Jahr 1927 - da war sie gerade zwölf Jahre alt. Das Buch wurde in den USA ein Bestseller. International blieb die junge Autorin unbekannt. Sie war ein Wunderkind. Mit vier Jahren schrieb sie Gedichte - auf der Schreibmaschine. Ihre Eltern, er war Literaturkritiker und sie war Kinderbuchautorin, hatten ihrer Tochter schon früh Lesen und Schreiben beigebracht. Mit sieben erfand sie eine Fantasiesprache namens 'Farksoo'.

Nach ihrem Debütroman beschloss Barbara, ein Buch über Piraten zu schreiben. Zu Recherchezwecken heuerte sie auf einem Schoner an. Mit dreizehn. Dann schrieb sie das Buch ' The Voyae of the Norman D.
1934 heiratete Barbara. Die Ehe war bald enttäuschend. Sie war in ein Leben hineingerutscht mit Ehemann, Haus mit Fenstern. Am 7. Dezember 1939 verließ sie ihre Wohnung - mit einem Notizbuch in der Tasche. Danach wurde sie nie mehr gesehen. Erst 1966 entdeckte das Time Magazine die tragische Geschichte und berichtete über das Schicksal von Barbara. 

 

Press photograph, 1927: © Stefan Cooke, farksolia.org