Lesbisch. Schwul. Queer. Bisexuell. Inter. Enby. Trans.

Gemeinsames Coming-out


In der Nummer 5 (5. Februar 2012) des SZ Magazins outen sich 185 Schauspieler*innen. Sie fordern mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Diversität in Film, Fernsehen und Theater.

Eine Gesellschaft, in der Menschen, die anders lieben, anders aussehen, sich abheben von der mutmaßlichen Direktive, nur wenig Bejahung und Respekt finden, hat diese exzellenten Künstler*innen nicht verdient.

Künstler*innen, die ihr stilistisches Talent und ausgeprägte Einfühlsamkeit der Darstellung des menschlichen Lebens widmen und dabei sämtliche Themen des zuweilen profanen Daseins berühren, sind der unentwegte Motor für ein freies und offenes Miteinander der Menschen.

Es ist viel von Diversität die Sprache. Aber gelebt wird sie nicht. Diese gemeinsame Initiative  muss ein fortgesetztes, merkliches, in der Gesellschaft  festgemachtes zentrales Symbol werden.

Ihr Horst G. Flämig

Die Beschäftigung mit dem Manifest der #ActOut-Gruppe hat mich angeregt, einen Roman aus dem Bücherschrank hervorzuholen und noch einmal zu lesen. Ein menschlich zutiefst berührendes und aufschlussreiches Werk. 2009 in Frankreich erschienen. In deutscher Sprache mittlerweile in der 19. Auflage.

Schwul und aus einer Arbeiterfamilie

Wie sexuelle und soziale Scham interagieren - und was das Gefährliche daran ist.

Eribon untersucht die Entfaltung der eigenen Homosexualität im Zusammenhang mit der politischen Kultur seines Herkunftsmilieus der nordfranzösischen Arbeiterschaft. Er erweitert mehrmals die Selbsterforschung, indem er Homophobie und Rassismus seines Herkunftsmilieus mit dem Widerspruch zwischen linkem Selbstverständnis und aktuell rechtem Wahlverhalten verbindet.

Rückkehr nach Reims

'Rückkehr nach Reims'  von Didier Eribon. Er lehrt Soziologie an der Universität von Amiens. Er gilt als einer der wichtigsten öffentlichen Intellektuellen Frankreichs und bezieht regelmäßig Stellung zum politischen und kulturellen Zeitgeschehen

Inhalt

Als sein Vater stirbt, reist Didier Eribon zum ersten Mal nach Jahrzehnten in seine Heimatstadt. Gemeinsam mit seiner Mutter sieht er sich Fotos an – das ist die Ausgangskonstellation dieses Buchs, das autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft. Eribon realisiert, wie sehr er unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt und dass es der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Darüber hinaus liefert er eine Analyse des sozialen und intellektuellen Lebens seit den fünfziger Jahren und fragt, warum ein Teil der Arbeiterschaft zum Front National übergelaufen ist. Das Buch sorgt seit seinem Erscheinen international für Aufsehen. 

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Rückkehr nach Reims | Trailer der Berliner Schaubühne.

Exzellent besetzt. Nina Hoss. Hans Jochen Wagner.